Eine Matte für die Wüste

Eine Matte für die Wüste

Seit einiger Zeit hatte ich schon geplant eine Matte für die Wüste zu erstellen. Aktuell brauche ich sie für FOW MW Desert. Bei der letzten Tactica hatte ich mir vorsorglich ja schon eine Grundpackung Sarazenen geholt, das heißt irgendwann stehen dann auch die Kreuzzüge an. Etwas Modernes mit Force on Force also Afghanistan bzw. Irak wollte ich auch immer noch starten. Und bei Battlefront ist ja auch noch Oil Wars angekündigt. Also genügend Gründe für eine generische Wüsenmatte.

Mit einer "normalen" Wiesenmatte hatte ich schon Erfahrung gemacht. Jetzt wollte ich das Konzept auch für die Wüste übernehmen. Ich bin gespannt ob ich es ansprechend umsetzen kann. Grundsätzlich geht es hierbei um die Dr. Puppe Methode aus dem Sweetwater Forum.

https://sweetwater-forum.net/index.php/topic,6661.msg126972.html#msg126972

Folgende Materialien standen bereit:
- einfacher weißer Acryl aus dem Baumarkt. Für die Matte selber hatte ich 5-6 Tuben geplant. Da ich aber noch genügend Pampe für Geländeteile über haben wollte, habe ich letztlich 9 Tuben verbraucht.
- Sägespäne bzw. Staub 
- Sand, Sägespäne und Sand dienen  als Füllmaterial um der Pampe ein wenig Struktur zu geben. Sägespäne habe ich diesmal einer reinen Sandmischung vorgezogen um die fertige Matte nachher etwas flexibler zu haben. Mit nur Sand sind die öfters ein wenig steif.
- veschiedene Abtönfarben
- Weisleim



- einfacher Baumwollstoff. Ich hatte mir irgendwann einmal den einfachsten Baumwollstoff bei Ikea (Bomull) geholt. Die Rolle hat 1,5m Breite und kostet pro laufenden Meter 2,00 EUR. Die Matte wird ein vorraussichtliches Maß von 2m * 1,5m bekommen.
- Abdeckfolie
- Einweghandschuhe
- Spachtel
- einen Eimer
- einen Tacker



- verschiedenfarbige Pigmente hatte ich irgendwann schon mal bei Ebay besorgt. Die sind nicht für den Modellbau gedacht, waren daher auch mit 10 EUR pro KG recht günstig.
https://www.ebay.de/itm/1Kg-Pigmentpulver-Farbe-Ocker-Farbpigmente-Trockenfarbe-Beton-Zement-Putz-Gips/170697138680
- Steine/Kies in verschiedenen Farben. Zum Teil habe ich mir welchen aus dem Garten besorgt, zum Teil ich hatte mir welche selber gemacht (Gips, Weißleim und Pigment anrühren, auf einer Fläche dünn auftragen und nach dem Trocknen zerbröseln.)
- verschiedener feiner Flock



Gestartet bin ich mit dem Anrühren dern Pampe. Daß heißt Acryl, mit Sand, Späne und etwas Wasser anrühren und das mit Pigment und Abtönfarbe färben. Bei der Wiesenmatte kann man bei der Einfärbung lockerer rangehen da ja anschließend noch das Gras drauf kommt. Bei der Wüstenmatte wollte ich schon genau einen Farbton haben der mir gefällt. Die fertige Pampe hatte bei mir eine etwas dickflüssigere Konsistenz als Eierpfannkuchenteig oder Rührteig.



Mit ein paar Stoffresten hatte ich dann schon mal Tests gemacht was verschiedene Oberflächen und Farbschattierungen anging gemacht.



Das eigentlich Anfertigen der Matte ging dann recht schnell. Zunächst hatte ich die Matte auf meinem Arbeitstisch fixiert. Ich wollte es weitgehend verhindern, daß die Matte beim Trocknen Wellen schlägt, ist mir nur zum Teil gelungen wie man später sieht.



Bei den Matten für die Tatica nutzen wir ja die gleiche Methode. Da wir da ja immer bestimmte Szenarien darstellen, sind die Matten auch nicht total gleichmäßig sondern haben schon verschiedene Geländeelemente mit integriert. Also wenn man eine Matte plant mit Flüssen, Feldern, Wegen, Straßen etc. so würde man an dieser Stelle die Elemente vorzeichnen. In der Umsetzung würde dann nicht nur eine Pampenart sondern verschiedenen Anmischungen oder fertige Elemente wie Straßenstücke verwendet. Da dies bei mir nicht angedacht war, konnte ich gleich die Pampe auftragen. Bevorzugt mache ich das mit der Hand. Es ist einfach schnell und direkt und es wird kein Werkzeug dreckig gemacht (Es leben die Einweghandschuhe).





So lange die Pampe feucht ist, kann man alle möglichen Oberflächenmaterialen auftragen. Bei der Wiesenmatte natürlich Grasstreu. Bei mir waren das verschiedene Flockarten, verschiedene Kiessorten und  verschieden einfärbter Sand die ich auch in der Reihenfolge auf die Matte geworfen habe

Tatsächlich ist in die Luft werfen die beste Art, da dadurch das Material schon gleichmäßig auf die Matte sich verteilt. Bei den Kies habe ich gezielter gearbeitet um der Matte einen Hauch von Struktur zu gönnen. Wenn man das Gefühl hat, die Oberfläche trocknet zu schnell, kann man  an diesen Stellen mit einer Sprühflasche ein Leim/Wasser Gemisch auftragen. Manche machen das wohl auch grundsätzlich, kann man sich überlegen. Normalerweise verbindet sich das Gras, Sand, Flock oder was auch immer sehr gut mit der feuchten Acrylpampe. Im ersten Schritt kam wie gesagt das Flock und der Kies.



Im zweiten Schritt die verschiedenen Sandmischungen.






Anschließend muß das ganze dann Trocknen, Das kann ein paar Tage dauern. Ich war bei meiner nach einem Tag etwas zu eilig, leider hatte sich an den Rändern dann doch ein paar Wellen gebildet aber noch im Rahmen. Mit Handfeger und Ausschütteln habe ich dann den überflüssigen Belag entfernt. Und fertig ist die Matte.
















Eventuell werde ich die Matte noch stellweise Trockenbürsten und mit etwas Sprühfarbe behandeln. Das entscheide ich etwas später. Ansonsten stehen dann jetzt erstmal verschiedenen Geländestücke an. Durch Unterlegen von Styroporstücken kann ich das Gelände eh schon etwas gestalten





Und nochmal mit 20mm.



20190317

Beliebte Posts aus diesem Blog

Sudan - British